Frischgebackene Mutter bondet mit ihren Zwillingen, die auf ihrer Brust liegen.
Pflegerin auf der Neonatologie streichelt den Kopf eines schlafenden Frühgeborenen im Inkubator.
Mutter hält ihr Neugeborenes in den Händen und berührt mit ihrer Nase die Nase des Kindes.
Mutter beim Känguruing mit ihrem frühgeborenen Säugling in der Neonatologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke.

Hilfreiche Kontaktadressen

In der Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V. finden Schwangere bei einer Gestose Rat und Hilfe.

Das Kindernetzwerk bietet Informationen für Eltern mit chronisch kranken oder behinderten Kindern.

Schatten und Licht heißt die Selbsthilfeorganisation für Frauen mit seelischen Erkrankungen nach der Geburt.

Die Initiative Regenbogen und der Bundesverband verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V. VEID sind Selbsthilfeorganisationen für verwaiste Eltern.

Leona ist ein Selbsthilfe-Verein für Eltern mit chromosomal geschädigten Kindern.

Risikogeburten

Sofern bei Ihnen eine Risikoschwangerschaft festgestellt wurde und Sie zur Planung der Geburt oder Mitbehandlung zu uns überwiesen werden, können Sie einen Termin zur fachärztlichen Risikosprechstunde vereinbaren. Einen Termin hierfür erhalten Sie über die Zentralambulanz unter der Rufnummer (02330) 62-4444.

Die geburtshilfliche Abteilung arbeitet eng mit den anderen Fachabteilungen des Hauses zusammen. Insbesondere Frauen mit internistischen Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck, mit neurologischen Störungen wie Rückenmarksverletzungen und Querschnittslähmungen sowie seelischen Erkrankungen werden bei uns interdisziplinär in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett hervorragend betreut.

Als Perinatalzentrum betreuen wir auch Frauen mit drohender Frühgeburt. Frühgeborene können wir durch die Zusammenarbeit mit unserer Neonatologie optimal versorgen.

Spezialisiert hat sich unser Haus auch auf die Schwangerschaftsbetreuung und Geburtshilfe bei Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften. In Absprache mit den Eltern streben wir auch bei Zwillingen eine Spontangeburt an. Sollte die Geburt vorzeitig beginnen oder eingeleitet werden müssen, so steht uns das Team der Neonatologie rund um die Uhr zur Seite.

Bei etwa drei von 100 Schwangerschaften legt sich das Kind zum Schwangerschaftsende mit dem Steiß in Richtung Beckenausgang. Für solche Beckenendlagen bieten wir die Möglichkeit einer äußeren Wendung an. Bitte vereinbaren Sie hierfür für die 37. Schwangerschaftswoche einen Termin über unser Sekretariat, Telefon (02330) 62-4455. In Absprache mit den Eltern ist es möglich, auch bei Beckenendlage vaginal zu gebären. Unsere Geburtshelferinnen haben darin eine jahrelange Erfahrung.

Informationen rund um die Geburtshilfe

Fragen und Antworten zur Geburtshilfe

  • Darf mein Partner/eine Begleitperson bei der Geburt dabei sein?

    Ja. Der werdende Vater (oder eine andere Bezugsperson) darf zur Geburt mit in den Kreißsaal und auch mit auf die Wochenstation kommen.

  • Was muss ich vor der Aufnahme beachten? Brauche ich einen Corona-Test?

    Sollten die Wehen spontan einsetzen, melden Sie sich bitte im Kreißsaal. Dort wird sowohl bei der werdenden Mutter als auch bei der Begleitperson ein PCR-Test durchgeführt. Schwangere, die mit einem geplanten Kaiserschnitt zu uns kommen, benötigen einen aktuellen PCR-Testnachweis (nicht älter als 48 Stunden). Bitte beachten Sie auch: Im gesamten Krankenhaus gilt die Mundschutzpflicht. Im Kreißsaal selber darf die werdende Mutter den Mundschutz abnehmen.

  • Was sind die aktuellen Besucherregelungen?

    Seit dem 24. November 2021 gelten folgende Besucherregelungen für das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke:

    • Jede*r Besucher*in muss einen Schnelltest/Antigentestnachweis einer offiziellen Teststelle vorweisen. Dieser Testnachweis muss vom selben Tag stammen. Dies gilt auch für Genesene und vollständig Geimpfte.
    • Patientinnen dürfen erst ab dem 5. Tag des stationären Aufenthalts Besuch empfangen. Pro Patientin/Tag darf nur eine Besuchsperson für maximal eine Stunde im Zeitfenster zwischen 15 und 17 Uhr ins Krankenhaus kommen.
    • Jede Besuchsperson muss vorher bei der/dem behandelnde*n Fachärzt*in angemeldet werden. Der/die Ärzt*in gibt die Informationen an unseren Empfang weiter. Wer nicht angemeldet ist, erhält keinen Einlass.

    Bitte bringen Sie ausreichend Zeit mit, wenn Sie zu uns kommen. Wegen der erforderlichen Registrierung am Haupteingang kann es zu Wartezeiten kommen. Diese Wartezeiten können wir trotz größter Bemühungen nicht vermeiden. Bitte planen Sie Ihren Besuch bei uns entsprechend. Unser Tipp: Um Zeit zu sparen, füllen Sie die erforderliche Selbstauskunft bereits zuhause aus.

  • Was ist ein Geburtsplanungsgespräch und wann muss ich mich dafür anmelden?

    Bei allen Fragen zur Geburt und bei allen Besonderheiten oder Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf haben Sie die Möglichkeit, sich in der Sprechstunde zur Geburtsplanung beraten zu lassen. Bitte bringen Sie auch hier einen Überweisungsschein ihres/ihrer Gynäkolog*in mit. In der Sprechstunde wird dann der mögliche Geburtsverlauf besprochen. Dies empfehlen wir Ihnen insbesondere, wenn Sie bei Beckenendlage eine Spontangeburt anstreben, wenn eine der vorigen Geburten per Kaiserschnitt erfolgte oder wenn eine vorausgegangene Geburt traumatisch verlaufen ist. In der Regel reicht es aus, wenn SIe sich ab der 34. Schwangerschaftswoche in unserem Sekretariat melden und unter der (02330) 62-4455 einen Termin zur Geburtsplanung vereinbaren.

     

  • Was bedeutet eine Geburt im Hebammenkreißsaal?

    Der Hebammenkreißsaal ist ein Betreuungsmodell, dass den ärztlich geleiteten Kreißsaal ergänzt. Hier übernehmen die Hebammen die Betreuung der Schwangeren vor, während und nach der Geburt. Falls es notwendig wird, wird das erfahrene und kompetente Hebammenteam, das die Gebärende begleitet, um ein Ärzteteam ergänzt. Dieses Modell ist für Frauen mit einer "normalen" Schwangerschaft vorgesehen, die sich eine natürliche Geburt wünschen. Der Hebammenkreißsaal ist dabei weder räumlich noch personell von unserem bereits bestehenden Kreißsaal getrennt.

    Eine Geburt im Hebammenkreißsaal kommt für Sie in Frage, wenn:

    • eine Einlingschwangerschaft besteht
    • Ihr Kind zur Geburt mit dem Köpfchen unten liegt
    • eine gesunde Schwangerschaft vorliegt
    • Sie Lust haben, aus eigener Kraft und möglichst ohne medizinische Eingriffe, aber mit einer intensiven Hebammenbegleitung zu gebären

     

  • Wann findet der Infoabend oder eine Kreißsaalführung statt?

    Aufgrund der Coronapandemie können im Moment keine Infoabende stattfinden. In unserem Video können Sie sich die Kreißsäle sowie die Station aber virtuell anschauen.

Was unsere Geburtshilfe
besonders macht.

Manches, was in der heutigen Geburtshilfe und Versorgung von Neugeborenen bundesweit als selbstverständlich erscheint, ist ursprünglich in Herdecke entstanden und weiterentwickelt worden: Das Rooming-In, die Anwesenheit der Väter bei der Geburt, das Familienbett und -zimmer und eine integrative Betreuung von Frühgeborenen und ihren Eltern auf der Intensivstation. Diese innovative Kraft ergibt sich aus unserer Verwurzelung im anthroposophischen Menschenbild und dem immer wieder neuen Streben, dieses in die moderne Entwicklungen der medizinischen Versorgungen zu integrieren.

Bonding

Direkt nach der Geburt sucht das Neugeborene Schutz, Wärme, Liebe und Zuwendung. Es braucht einen sicheren Hafen, der ihn versorgt und ihm Geborgenheit bietet. Beim direkten Haus-zu-Haut-Kontakt hört das Kind den Herzschlag der Mutter oder des Vaters und fühlt sich geborgen.

Spontane Beckenendlagengeburt

Wenn alle medizinischen Parameter stimmen, können Sie bei uns bei Beckenendlage spontan entbinden. Zuvor bieten und empfehlen wie die äußere Wendung. Unser ärztliches Team ist auf diesem Gebiet spezialisiert.

Hebammenkreißsaal

Unser „hebammengeleitete Kreißsaal“ bietet besonders intensive Hebammenbegleitung. Wir möchten Sie auf Ihrem Weg, aus eigener Kraft zu gebären, unterstützen. Wir berücksichtigen Ihre individuellen Bedürfnisse und ermuntern Sie zur aktiven Mitgestaltung der Geburt.