Oberarzt Roman Bolotin in einem Beratungsgespräch mit einer Patientin.
Gynäkologe untersucht eine Patientin per Ultraschall.
Roman Bolotin, Leitender Oberarzt der Gynäkologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke erklärt seiner Patientin anhand eines Modells Erkrankungen des Eierstockes.

Leitende Ärztin
Dr. med. Anette Voigt

Leitender Oberarzt
Roman Bolotin

Terminvereinbarung/OP/
Aufnahmeplanung

Maria Ramburger / Jasmin Schiprowski / Jasmin Niekamp / Alexandra Beitz
Telefon (02330) 62-3126
Telefax (02330) 62-4041
E-Mail an die Abteilung

Das Myomzentrum am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

Myome sind gutartige, knotenartige Verdickungen der Gebärmuttermuskulatur. Beschwerden machen sie erst, wenn sie sich stark vergrößern und dann Schmerzen und starke Blutungen verursachen oder womöglich verhindern, dass eine Schwangerschaft eintritt.

In unserem interdisziplinären Myomzentrum bieten wir unseren Patientinnen eine individuelle Beratung an. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir dann die für Sie bestmögliche Therapie. Sehr oft können Myome durch Medikamente oder durch die Myomembolisation behandelt werden - dabei arbeiten wir eng mit der Abteilung für Neuroradiologie und Radiologie zusammen. Sollte eine Operation notwendig sein, wird diese möglichst minimalinvasiv durchgeführt. Dafür wenden wir modernste Techniken der Schlüsselloch-Chirurgie an - z.B. die operative Hysteroskopie und Laparoskopie unter Einsatz der neuesten Versiegelungs- und Ultraschallinstrumente. Wo immer es möglich ist, sind wir bemüht, die Gebärmutter zu schonen und nicht zu entfernen.

Therapien für die Behandlung von Myomen:

  • medikamentös, indem man die Produktion der Östrogene in den Eierstöcken vorübergehend unterdrückt
  • mithilfe eines Verfahrens aus der interventionellen Radiologie, der Myomembolisation
  • operativ, indem man sie aus der Gebärmutter herausschält
  • durch Entfernung der Gebärmutter.

Patientinnenwille und Patientinnenbiographie sind für uns Leitfaden für Diagnostik und Therapie. Wir begegnen der Patientin als einer autonomen, informierten und mitgestaltenden Partnerin. Wir achten ihre Persönlichkeit und Integrität. In jedem Behandlungsschritt wird die Patientin mit einbezogen und – auf Wunsch – auch eine Vertrauensperson.  

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin
Welche Therapie für Sie am besten geeignet ist, besprechen wir in einem ersten Gespräch in unserem Myomzentrum. Vereinbaren Sie dafür einen Termin über das Sekretariat der Gynäkologie unter der Telefonnummer (02330) 62-3000.
 

Myomembolisation

Die Myomembolisation ist ein noch recht junges, aber sehr elegantes Verfahren, um Myome zu veröden. Die Gebärmutter bleibt dabei erhalten, sodass anschließend auch noch Schwangerschaften möglich sind. Die Therapie erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie.

Über eine Leistenarterie wird ein dünner Katheter bis zum Becken und in die das Myom versorgende Arterie vorgeschoben. Kleine Kunststoff-Kügelchen werden in diese Blutbahn eingebracht und verschließen die Blutgefäße, die das Myom versorgen. Das Myom ist damit von der Blut- und Nährstoffzufuhr abgeschnitten und schrumpft im Lauf der Zeit immer mehr zusammen.

Während der gesamten Behandlung sind Sie bei Bewusstsein, erhalten aber ein Beruhigungsmittel. Im Anschluss an den Eingriff treten oft Schmerzen und Krämpfe auf, die aber durch eine Schmerzpumpe sehr gut beherrschbar sind. Nach wenigen Tagen kann die Schmerzpumpe entfernt werden. Kurz darauf können Sie nach Hause entlassen werden.