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Musiktherapie

Die heilsame Wirkung von Musik – bei chronisch Kranken, Schwerkranken und Neugeborenen

Musik öffnet über Stimme, Melodie, Harmonie, Klang und Rhythmus die Tür zu inneren Erlebnisräumen. Sie spricht die Gefühle an, nicht den Verstand. Um an einer Musiktherapie teilzunehmen, sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich und auch keine musikalische Begabung.

Einfache Schlaginstrumenten eignen sich sehr gut zur nonverbalen Kommunikation.

Ganz links: Dem Klavier neue, eigene Töne entlocken – um Stimmungen auszudrücken.

Links: Auch Bongos sind gut geeignet, um Wut und Zorn, aber auch zarte Gefühle hörbar zu machen.

Das Instrumentarium ist groß und leicht zu spielen. Eingesetzt werden:

  • Schlaginstrumente wie Glockenspiel, Xylophon, Zimbeln, Klanghölzer, Trommeln und Pauke
  • Blasinstrumente wie Flöte, Krummhorn, Schalmei, Trompete und Alphorn
  • Streichinstrumente wie Chrotta (ein vereinfachtes Cello), Geige, Bratsche und Kontrabass
  • Zupfinstrumente wie Leier, Harfe und Kanteledie eigene Stimme.

Zentraler Punkt der Musiktherapie ist das gemeinsame Musizieren von Patient und Therapeut. Der Therapeut arbeitet nicht mit komponierter, sondern mit nach klinischen Gesichtspunkten improvisierter Musik. Er nimmt zunächst Stimmung und Aktivitäten des Patienten in seine Improvisation auf, um so eine musikalische Atmosphäre zu schaffen, in der sich dieser aufgehoben fühlen kann. Auf dieser Basis versucht er, innerhalb einer musikalischen Beziehung Kommunikation zu entwickeln. Jeder Mensch zeigt dabei in seinen musikalischen Ausdrucksweisen – auf Instrumenten, mit der Stimme oder durch Bewegungen – wesentliche Aspekte seiner Persönlichkeit und seiner derzeitigen Befindlichkeit.

Der Therapeut nimmt diese in die Improvisation mit auf, akzeptiert sie, gestaltet sie musikalisch und objektiviert sie auf diese Weise. Dabei kann der Patient einen ersten Schritt aus einer selbstgewählten oder ihm aufgezwungenen Isolation machen und wieder Verbindung mit der Umwelt aufnehmen. Diese schöpferische Musiktherapie stellt den Menschen mit seinen natürlichen künstlerischen Möglichkeiten in den Mittelpunkt. Ziel der Musiktherapie ist es, die musikalisch-rhythmischen Fähigkeiten zu aktivieren, um so die Lebenskräfte zu unterstützen, denn diese werden durch jeden rhythmischen Prozess gestärkt und erhalten. Musiktherapie trägt dazu bei, die eigene Persönlichkeit zu erkennen und zu akzeptieren, um neue Lebensperspektiven zu ergreifen. Viele Patienten erkennen und begreifen erst durch die Musik, was sie vorher mit dem Verstand noch nicht erfassen oder umsetzen konnten.

Die Auswahl der Instrumente erfolgt nach der indivudellen Situation des Patienten sowie nach dem Schweregrad und dem Stadium der Erkrankung. Bei Schwerkranken oder Patienten auf der Intensivstation kommen die Therapeuten auch direkt ans Bett.

Musiktherapie hat sowohl in der Kinderheilkunde als auch bei Erwachsenen ihre Platz, in der Inneren Medizin eben so wie in der Psychiatrie und allen anderen Fachbereichen. Bei chronischen Krankheiten wirkt sie besonders gut, ebenso bei Schwerkranken, und sogar in der Neugeborenen- und Intensivmedizin. So können die zarten Töne einer Harfe z. B. eine Klanghülle um den Patienten oder ein Frühgeborenes weben.

Ansprechpartnerin
Ulrike Linden
Telefon (02330) 62-3486
E-Mail an Frau Linden