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Ausbildung

Für angehende Gesundheits- und KrankenpflegerInnen - unter Einbeziehung des anthroposophischen Menschenbildes

Das Dörthe-Krause-Institut verfügt über 75 Ausbildungsplätze. Ausbildungsbeginn ist der 1. Oktober. Ihre Bewerbung nehmen wir ganzjährig entgegen.

Die dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin/zum Gesundheits- und Krankenpfleger erfolgt auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes und der dazugehörenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung von 2003. Sie ist unterteilt in Theorie- und Praxisblöcke. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit dem staatlich anerkannten Examen. Danach erhalten die Pflegenden in Ausbildung die staatlich geschützte Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger und verfügen damit über alle beruflichen Optionen.

Dörthe-Krause-Institut, Ausbildung, Unterricht, Fortbildung
Dörthe-Krause-Institut, Rhythmische Einreibungen nach Wegman/Hauschka, Unterricht, Ausbildung
Dörthe-Krause-Institut, Ausbildung, Unterricht, Fortbildung, Lagerung Patienten
Oben: Martina Harking beim Unterricht im Dörthe-Krause-Institut. Mitte: Ein Pflegeschüler übt die richtige Technik einer Rhythmischen Einreibung, hier am Rücken einer Mitschülerin. Unten: Das richtige Lagern eines Patienten will gelernt sein - die Pflegeschülerinnen und -schüler üben das aneinander.

Zu den methodischen Besonderheiten gehören:

  • künstlerische Übungen (z. B. Malen, Zeichnen, Plastizieren, Theaterarbeit, Rhythmik)
  • Selbsterfahrung/dialogisches Lernen durch pflegepraktische Übungen im Demonstrationsraum
  • Praxisbegleitung durch die LehrerInnen für Pflegeberufe
  • Praxisanleitung durch qualifizierte MitarbeiterInnen der Einsatzorte
  • Besondere Aufgabenstellungen:
  • Erstellen eines Heilpflanzenkompendiums
  • Selbständige Bearbeitung und Darstellung eines frei gewählten Themas als Jahresprojekt

Zu den erweiterten Inhalten gehören:

  • Aspekte des anthroposophisch erweiterten Menschenbildes (z. B. Sinneslehre, Wesensglieder und Lebensprozesse des Menschen)
  • komplementäre Methoden der Pflegepraxis:
    - Rhythmische Einreibungen nach Wegman/Hauschka
    - Wickel und Auflagen
    - Wahrnehmungsfördernde Waschungen
    - Anwendungsmöglichkeiten von Heilpflanzen

Im ersten Ausbildungsjahr findet außerdem eine Exkursion zu den großen anthroposophischen Heilmittelherstellern und weiteren anthroposophischen Einrichtungen statt.

Theoretischer Teil der Ausbildung

Der Theorieunterricht erfolgt im Dörthe-Krause-Institut in Form von Blockunterricht, der sich auf 10 Unterrichtsblöcke (ca. 2400 Stunden) erstrecht. Hier wird eine enge Verzahnung mit der Praxis angestrebt. Der theoretische Unterricht orientiert sich an den gesetzlich vorgegebenen Lernfeldern. Daraus ergeben sich exemplarische Unterrichtsinhalte zur Schulung folgender Kompetenzen:

  • eigenverantwortliche Gestaltung des Pflegeprozesses unter Berücksichtigung der Individualität der Betroffenen
  • flexible Bewältigung sich wandelnder Anforderungen in Pflegewesen und Gesellschaft
  • kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren praktischer Anwendungverantwortungs
  • bewusste Berufsausübung auf der Grundlage einer ethisch reflektierten Haltung

  • Das Ausbildungskonzept im Dörthe-Krause-Institut
  • erfährt eine Erweiterung durch die Erkenntnismöglichkeiten der Anthroposophie
  • orientiert sich an den Maximen einer zeitgemäßen Erwachsenenbildung
  • basiert inhaltlich auf pflegewissenschaftlichen Theorien und Konzepten

Das didaktische Konzept der Ausbildung bietet die Basis für eine fundierte und individuelle Qualifizierung. Dieses erfordert ein erhebliches Maß an Verantwortungsbereitschaft und -übernahme durch die KursteilnehmerInnen. Sie werden dabei mehr beratend als lenkend durch die LehrerInnen begleitet.

Praktischer Teil der Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst 2700 Stunden und erfolgt am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und in Kooperationen mit anderen stationären und ambulanten Einrichtungen. Als Praxisbereiche stehen neben dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke unter anderen folgende Einrichtungen zur Verfügung:

  • Friedrich-Husemann-Klinik, Buchenbach bei Freiburg
  • Psychiatrische Einrichtungen im Gemeinschaftskrankenhaus
  • Sozialstationen im Raum Witten, Herdecke und Tagesklinik WittenHospiz am Ostpark, DortmundEinrichtungen der ambulanten und stationären Altenhilfe der GVS, Herdecke
  • MEH (Menschen mit erworbener Hörschädigung), Bethel regional, Dortmund

Die Praktika werden vom Dörthe-Krause-Institut geplant und von den Pflegenden in Ausbildungsowie ihren Praxisanleitern für die Praxisbereiche dokumentiert und verantwortet. Die Anwesenheitszeit pro Woche beträgt 38,5 Stunden. Die Urlaubszeiten sind vorgegeben. Der Jahresurlaub beträgt 5 Wochen.