Patientin aus der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in einer Therapiesitzung
Patient aus der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in einer Therapiesitzung
Patient aus der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in einer Therapiesitzung
Patientin aus der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in einer Therapiesitzung

Kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik

Multimodales Behandlungskonzept mit Schwerpunkt auf verhaltenstherapeutische, systemische und familientherapeutische Maßnahmen

Die Tagesklinik gehört zur Abteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie, aktuell  gibt es sechs bis acht Plätze für Schulkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Wenn in der ambulanten Sprechstunde mit Ihnen als Eltern und dem ambulanten Therapeuten beschlossen wird, dass eine tagesklinische Behandlung erfolgen soll, laden wir Sie zu einem Termin ein, in dem wir uns gegenseitig kennen lernen können. 

Es findet eine Vorstellung Ihrer Familie und Ihres Kindes in der Tagesklinik statt, in der zum einen nochmals das tagesklinische Konzept erläutert wird, zum anderen Sie als Familie formulieren, an welchen Verhaltenszielen Ihr Kind und Sie als Eltern arbeiten wollen.

Wenn es zu einem Behandlungsauftrag kommt, erfolgt nach einer Wartezeit die Aufnahme in der Tagesklinik. Die Kinder erhalten ihre Therapie in der Zeit von 7.45 bis 15.30 Uhr und verbringen den Rest des Tages zu Hause.

Wir arbeiten mit einem multimodalen Behandlungskonzept mit Schwerpunkt auf verhaltenstherapeutischen, systemischen und familientherapeutischen Maßnahmen. Einzeltherapie, Gruppentherapie und künstlerische Therapien sind feste Bestandteile im Tagesablauf. Beschult werden die Kinder je nach Klassenzugehörigkeit in der krankenhauseigenen Schule (Ita-Wegman-Schule).

Weiterhin  wird im Rahmen des heilpädagogischen Settings großer Wert auf die Strukturierung der Tages- und Wochengestaltung sowie therapeutisch fundierte Aktivitäten innerhalb des soziotherapeutischen Stationsmilieus gelegt. Die Gruppenaktivitäten werden durch pädagogische Mitarbeiter begleitet, sodass z.B. soziales Verhalten trainiert wird und Konfliktlösestrategien erlernt werden können. Wichtig ist uns dabei u.a. auch ein naturnaher und erlebnispädagogischer Ansatz. 

Außerdem erfolgt mit jeder Familie eine Videointeraktionsdiagnostik, die im weiteren Verlauf individuell genutzt wird. Es besteht die Möglichkeit, mit ausgebildeten Marte Meo-Therapeuten an der familiären Interaktion zu arbeiten. 

Die Eltern bringen ihre Kinder morgens und holen sie nachmittags ab, in Ausnahmefällen kann eine tägliche Fahrt je nach Absprache mit einem Taxiunternehmen stattfinden. Der tägliche Kontakt und Austausch mit den Eltern ist Teil unseres Konzepts, um möglichst engmaschig mit Ihnen als Eltern zusammenarbeiten zu können (z.B. tägliches Reflektieren von Verhaltensplänen, Nachbesprechung von Konflikten, Positivrückmeldungen, etc.).

In der Tagesklinik wird sehr intensiv mit dem gesamten Familiensystem gearbeitet. In der Woche finden zahlreiche Termine mit den Eltern statt. Neben Familiengesprächen ist 14tägig die Teilnahme an einer Elternwerkstatt (Interaktionseinheit Elternteil - Kind) sowie die wöchentlich stattfindende Elternrunde (moderierter Austausch der Eltern untereinander) verbindlich. 

Einmal wöchentlich bzw. in den Sommerferien finden tiergestützte Elemente auf einem  Bauernhof in der Nähe statt.