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Psychiatrische Station für Jugendliche und junge Erwachsene / Station 4 Ost

Ein besonderes Therapiekonzept für Patientinnen und Patienten zwischen 17 und 20 Jahren

Wir bieten seit 1981 ein für diesen Übergangsbereich zugeschnittenes Behandlungskonzept an, um den spezifischen Bedürfnissen psychiatrischer Patienten im Alter von ca. 17 und 20 Jahren gerecht zu werden. Derzeit stehen 15 Behandlungsplätze auf einer gemischtgeschlechtlichen, offenen Station zur Verfügung. Die Behandlung im offenen Rahmen setzt die Freiwilligkeit der PatientInnen voraus.

Behandlungsschwerpunkte sind
• Depressive Störungen
• Schizophrenien
• Angst- und Panikstörungen
• Essstörungen in Form von Anorexie, Bulimie und Bulimarexie
• Posttraumatische Belastungsstörungen
• Persönlichkeitsstörungen
• Depressionen und Manien
• Psychosen
• Tiefgreifende Entwicklungs- und Reifungskrisen
• Zwänge

Psychiatrie, Anthroposophische Medizin, Maltherapie, Heileurythmie
Die Maltherapie kann in der Begegnung mit der Farbe verschüttete Gefühle freisetzen, die dann besser zu bearbeiten sind.

Stationäre Aufnahme
Für eine stationäre Behandlung müssen teilweise die Kosten bei der zuständigen Krankenkasse im Vorfeld beantragt werden.
Eine Aufnahme erfolgt nach mindestens einem Ambulanzgespräch in unserer Institutsambulanz, in dem Ziel und Nutzen der Behandlung vorbesprochen werden.
Ausgeschlossen ist die Aufnahme von Patienten mit aktueller Substanzmittel-Abhängigkeit sowie von Patienten mit einer geistigen Behinderung, die einer heilpädagogischen Förderung bedürfen.

Therapiekonzept
50 Prozent aller psychiatrischen Erkrankungen treten vor dem 20. Lebensjahr auf. Psychische Erkrankungen in der Adoleszenz- und  jungen Erwachsenenphase bedeuten wesentliche Einschnitte in der für die Entwicklung eines jungen Menschen notwendigen Ablösungsphase. In solchen Krisen braucht es besondere Hilfestellungen, um wichtige Entwicklungsschritte und Reifungsprozesse zu unterstützen. Dazu bedarf es spezieller therapeutischer Angebote und einem speziellen therapeutischen Milieu, welches der Heilung aber auch der Nachreifungsprozesse dient.

Wir verfolgen einen auf den „einzelnen Menschen“ zentrierten Therapieansatz und beziehen die Angehörigen und das soziale Umfeld mit ein. Ziele unserer therapeutischen Hilfestellung sind die Aktivierung eigener Ressourcen und kreativen Kräfte, um eine eigene Lebensgestaltung und Zukunftsorientierung mit dem Erleben von Sinnhaftigkeit und sozialer Zugehörigkeit zu ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit der erwachsenen- als auch der kinder- und jugendpsychiatrischen Abteilungen bemühen wir uns um eine nach anthroposophisch-geisteswissenschaftlichen Aspekten erweiterte Menschen- und Heilkunde.

Neben dem entsprechend gestalteten therapeutischen Milieu bieten wir

  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Übende Gruppen
  • Psychoedukation
  • Kunsttherapie wie Malen, Plastizieren, Heileurythmie, Sprachgestaltung, Musiktherapie und Gartentherapie
  • Soziales Kompetenztraining
  • Rollenspiel
  • Kochen und Backen
  • Sport
  • Spezielle Trainingsgruppen für Patienten mit Borderlinestörungen

Neben der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung ist die Bezugspflege auch unter Einbezug pädagogischer Ansätze ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung.
Hinsichtlich der Nachbehandlung werden zusammen mit unserer Sozialarbeit weiterführende Behandlungen erarbeitet.

Krankenhausschule
Der Besuch der Ita-Wegman-Schule, die einen Kleingruppenunterricht auf Grundlagen der Waldorfpädagogik anbietet, ist für schulpflichtige Patienten möglich. Darüber hinaus bietet die Schule die Möglichkeit der Schullaufbahnberatung und Erprobung im Hinblick auf Anforderungen der Berufsschulen an.

Das multiprofessionelle Team besteht aus:

  • Ärzte/Ärztinnen
  • PsychologInnen
  • Gesundheits- und KrankenpflegerInnen
  • ErzieherInnen
  • SozialarbeiterInnen
  • KunsttherapeutInnen

"Erzähle es mir und ich werde es vergessen,
zeige es mir und ich werde mich erinnern,
lass es mich tun und ich werde es behalten."
Konfuzius