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Behandlung von Hirntumoren in der Neurochirurgie

Unsere Therapiekonzepte sind individuell und ganzheitlich - und beziehen auf Wunsch auch die Anthroposophische Medizin mit ein.


Eine individualisierte, auf den einzelnen Menschen abgestimmte Medizin ist seit Bestehen ein wesentliches Merkmal unserer Klinik. In der modernen Hirntumor-Therapie gewinnt diese Individualisierung zunehmend an Bedeutung. So hängt zum Beispiel die Wahl der optimalen chemotherapeutischen Nachbehandlung bei einigen Hirntumoren nicht nur von deren Art ab, sondern auch von speziellen genetischen Eigenschaften ( wie z. B. MGMT-Promotormethylierung).

Die häufigsten Hirntumor sind Meningeome, Hirnmetastasen und Gliome.

Ein schönes Bild, ein gefährlicher Tumor: Fluoreszenz-Technik macht einen Hirntumor (hier: ein Glioblastom) sichtbar. Die Geschwulst kann damit gezielt und so umfassend wie möglich entfernt werden. Diese Technik ist in unserer Abteilung üblich.

In der neurochirurgischen Abteilung entwickeln wir für jeden Patienten interdisziplinär unter Einbeziehung der Neurologen und Neuroradiologen sowie der neuropathologischen Ergebnisse ein individuelles Therapiekonzept. Dabei berücksichtigen wir in einem intensiven Dialog mit dem Patienten dessen Wünsche.

Die Indikationsstellung und Operationstechnik folgt dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und den Empfehlungen der internationalen Fachgesellschaften. Gleichzeitig ist es bei uns möglich, die Behandlung um die Therapieverfahren der Anthroposophischen Medizin zu erweitern und damit auch der Biographie und Lebenssituation des Einzelnen gerecht zu werden.

Auch die Weiterbehandlung nach einer Operation erfolgt interdisziplinär. Je nach Tumorart sind nur radiologische Kontrollen sowie neurologische und neurochirurgische Beratungen notwendig oder aber auch eine Chemotherapie. Auch hierbei verfolgen wir ein interdisziplinäres Konzept im Sinne einer integrativen Onkologie.

Bei den Operationen folgen wir einem multimodales Konzept mit Ziel, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen, ohne neurologische Schäden zu verursachen. Hirntumore operieren wir grundsätzlich mikrochirurgisch unter dem Mikroskop oder mit Hilfe des Neuroendoskops. Zum Teil wird das Tumorgewebe mithilfe von Medikamenten und speziellem Licht Leuchten angeregt (5-ALA-Fluoreszenz, siehe Foto oben). Dadurch sind die Tumorgrenzen besser erkennbar. Außerdem überprüfen wir den Erfolg der Tumorentfernung durch wiederholte Ultraschalluntersuchungen während der Operation.

Ein weiteres Hilfsmittel zur Tumoridentifikation ist die computergestützte Neuronavigation. Während der Operation setzen wir ein elektrophysiologisches Monitoring ein, um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen. Auch Wachoperationen können wir vornehmen.

Nach dem Eingriff wird der Tumor neuropathologisch untersucht, um die Tumorart sowie Wachstumsraten, genetische und Eiweißeigenschaften des Tumors näher zu bestimmen. Nach diesen Ergebnisse richtet sich die weitere Therapie.