HERDECKE – Soll oder kann ich Trost spenden? Und was sage ich jemandem, der schwerkrank ist und am Ende seines Lebens steht? Auf Fragen wie diese finden Angehörige häufig keine Antwort. „Der Abschied vom Leben ist einer der schwersten Wege, die ein Mensch gehen muss“, weiß Martina Birke, Diplom-Psychologin und Psychoonkologin am Herdecker Gemeinschaftskrankenhaus. „Letzte-Hilfe-Kurse können Menschen ermutigen, Sterbende auf ihrem Weg zu begleiten, sich ihnen zuzuwenden und auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.“ Wie diese Begleitung aussehen kann, darüber informieren Martina Birke und Manuela Herrmann, Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Pflegepädagogin und Expertin für Palliative Care.
„Es geht unter anderem darum, die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens zu begreifen und darum, wie man Abschied nehmen kann“, sagt Manuela Herrmann. Auch Themen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung sowie die mögliche Linderung von Schmerzen werden im Rahmen des Letzte-Hilfe-Kurses angesprochen. „Es gibt viele Möglichkeiten, den Sterbeprozess zu begleiten“, so Manuela Herrmann.
Das Kursangebot richtet sich an alle, die sich über Themen rund um das Sterben und den Tod sowie über die Palliativversorgung im Allgemeinen informieren möchten. „In diese Situation werden wir alle einmal kommen, deshalb kann es hilfreich sein, sich gut darauf vorzubereiten, um sich sicherer zu fühlen und Hemmungen zu überwinden“, betont Martina Birke. „Mit unserem Kursangebot vermitteln wir Grundwissen im Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden und bestärken Angehörige darin, sich dem Menschen zuzuwenden.“
Anmeldungen für den Kurs am Mittwoch, 18. Februar, 16 bis 20 Uhr, sind ab sofort unter 02330 62-3037 (Sekretariat der Psychosomatik, Sandra Kuhle) möglich. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Veranstaltungsort ist das Dörthe-Krause-Institut (Pflegeschule am GKH), Gerhard-Kienle-Weg 10, 58313 Herdecke.














