HERDECKE – Eingeweidebrüche, so genannte Hernien, treten in Form von Bauchwandbrüchen wie Nabelbrüchen, Zwerchfellbrüchen oder Narbenbrüchen auf. Das Hernienzentrum Herdecke ist auf die Diagnostik und Behandlung aller Hernienarten spezialisiert und bietet individuelle Behandlungsoptionen mit modernen Operationstechniken.
„Die minimal-invasive Chirurgie und insbesondere die roboterassistierte Chirurgie nach der DaVinci-Methode ermöglichen es uns, Hernien mit kleineren Schnitten und geringeren Belastungen für die Patienten zu operieren und uns ideal auf jeden Patienten einzustellen“, erläutert Dr. med. Bernhard Limper, Chefarzt der Chirurgie am GKH und Leiter des Hernienzentrums. Nachdem der Mediziner im vergangenen Jahr die Leitung des Fachbereichs Chirurgie am GKH übernommen hat, hat er gemeinsam mit seinem Team über 150 Hernien-OPs durchgeführt – eine der Voraussetzungen, um das DHG-Siegel zu erhalten. „Dies ist eine herausragende Leistung des gesamten Teams“, lobt Limper. „Es freut uns sehr, dass so viele Patienten weit über das Einzugsgebiet Herdecke und den Ennepe-Ruhr-Kreis hinaus zu uns kommen und uns ihr Vertrauen schenken. Gleichzeitig ist dies für uns eine Verpflichtung, uns weiterzuentwickeln, um eine optimale Versorgung für unsere Patienten sicherzustellen.“
Für die Erlangung des Qualitätssiegels hat das Hernienzentrum an der bundesweiten Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ teilgenommen und relevante Patientendaten der durchgeführten Hernienoperationen in das Portal eingegeben. Die Studie sammelt und analysiert detaillierte Daten zu Operationstechniken, Patientenergebnissen und möglichen Komplikationen. „Die eingegebenen Daten werden selbstverständlich anonymisiert und erst nach einer ausführlichen präoperativen Aufklärung der Patienten mit deren schriftlicher Einwilligung weitergeben“, betont Dr. med. Milijana Smikic, Funktionsoberärztin und Zentrumskoordinatorin.
Das Herniamed-Projekt wurde 2009 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Qualität der Hernienchirurgie nachhaltig zu optimieren. Teilnehmende Ärzt*innen können dadurch ihre Behandlungsergebnisse vergleichen und verbessern. Im Gegenzug profitieren Patient*innen von mehr Transparenz und einer noch höheren Behandlungsqualität. „Wir haben uns entschieden, an der Studie teilzunehmen, weil wir dadurch unter anderem die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse anwenden können“, so Dr. med. Bernhard Limper.














