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Schwangere Probandinnen für Ernährungsstudie gesucht

Na klar, eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft ist wichtig. Aber was bedeutet das eigentlich? Eine Studie, an der sich auch das Gemeinschaftskrankenhaus beteiligt, will das herausfinden - und sucht Probandinnen.

HERDECKE. Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Lebensphase. Neben der Vorfreude auf das Kind stellen sich werdende Mütter auch ganz praktische Fragen. Ganz besonders, wie sie ihre Ernährung gestalten sollen, damit das Baby von Anfang an gut mit Nährstoffen versorgt ist. Leider gibt es zum Thema "Ernährung in der Schwangerschaft" noch nicht sehr viele wissenschaftliche Studien. Aus diesem Grunde haben Wissenschaftler*innen verschiedener Forschungseinrichtungen gemeinsam die Preggie-Studie gestartet. Sie geht der Frage nach, was Schwangere mit verschiedenen Ernährungsformen in Deutschland essen und wie gut sie mit Nährstoffen versorgt sind.

Wer kann teilnehmen?

An der Studie können Schwangere im Alter von 18 bis 39 Jahren bis einschließlich der 16. Schwangerschaftswoche teilnehmen. Auch, wenn ein Schwerpunkt der Studie die Ernährung von vegan lebenden Schwangeren ist, werden aktuell vor allem noch Frauen gesucht, die sich mit Mischkost, also einschließlich Fleisch, Fisch und Milchprodukten, ernähren. Die Studienteilnehmerinnen werden an zwei Untersuchungsterminen (SSW 9-16 und SSW 35-38) ins Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke oder in unser Studienzentrum in Hamburg-Othmarschen gebeten.

Dort werden die Schwangeren untersucht, eine Blutprobe abgenommen sowie eine Urinprobe gesammelt. "Im Prinzip ist der Ablauf also wie eine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung", sagt Katharina Feuerlein, die die Studie ärztlich leitet und durchführt. "Darüber hinaus sollen die Teilnehmerinnen zu Hause zweimal ein 3-Tage-Wiegeverzehrprotokoll führen und nach der Geburt Daten aus dem Mutterpass bereitstellen, die wir anschließend auswerten." Alle Teilnehmerinnen erhalten die Ergebnisse der umfangreichen Blut- und Urinanalysen, die weit über die Routineanalysen während der Schwangerschaft hinausgehen (z. B. Vitamin B12, Folsäure, Jod) sowie eine Auswertung der Ernährungsprotokolle mit Empfehlungen zur Verbesserung der Nährstoffzufuhr.

Ziel: Schwangere mit neuen Informationen umfassend beraten

Aus den Ergebnissen der Studie sollen wissenschaftlich begründete Handlungsempfehlungen für die Ernährung in der Schwangerschaft abgeleitet werden. "Unsere Erfahrungen zeigen, dass sowohl bei Ernährungsfachkräften als auch bei Verbraucher*innen ein hoher Informationsbedarf zu diesem Thema besteht. Was uns fehlt, sind wissenschaftlich gesicherte Daten, die mögliche Probleme aufzeigen und aus denen dann Beratungskonzepte für Schwangere entwickelt werden können ", sagt Dr. Markus Keller, Studienleiter am Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung. Selbstverständlich werden bei den Untersuchungen alle aufgrund der Covid-19-Pandemie vorgeschriebenen Hygieneregeln eingehalten.

Weitere Informationen zum Studienablauf gibt es auf der Studienwebseite www.preggie-studie.de. Dort können sich interessierte Frauen auch direkt für eine Teilnahme registrieren.

Die Preggie-Studie ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Forschungsinstituts für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE), der Universität Bonn der Universität Witten/Herdecke und des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Sie wird unterstützt durch die BKK ProVita.

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