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Schnelle Hilfen für Familien: Neue Kooperation am Gemeinschaftskrankenhaus

Sozialmedizinische Nachsorge nach den Standards des Bunten Kreises e.V. am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke - Schnelle und unkomplizierte Hilfen für Familien mit kranken Kindern.

HERDECKE. Eine zu frühe Geburt, die Diagnose einer syndromalen oder einer schweren Krankheit: Wenn Eltern um die Gesundheit ihres Kindes bangen müssen, gerät der gewohnte Alltag schnell aus den Fugen.

Ein langer Krankenhausaufenthalt, die ständigen Sorgen und Ängste, dazu die Frage, wie das Familiensystem in dieser Ausnahmesituation weiter funktioniert- für Familien eine riesige Belastung, in der sie Anspruch auf schnelle und unkomplizierte Hilfen haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialmedizinischen Nachsorge bieten genau diese individuelle Hilfe für betroffene Familien. Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke ist seit einigen Monaten ein neuer Standort des sozialmedizinischen Nachsorgezentrums des Westfälischen Kinderzentrums Dortmund.

Betreuung geht nach Entlassung nahtlos weiter

Der Kontakt zu betroffenen Familien wird schon während des stationären Aufenthaltes des Kindes aufgebaut, die Betreuung geht nach der Entlassung nahtlos weiter. "Eltern extrem Frühgeborener, kranker Neugeborener oder kranker Kinder müssen sich schließlich nicht nur mit den medizinischen Aspekten beschäftigen, sondern es prasselt so viel mehr auf sie ein", sagt Prof. Dr. med. Alfred Längler, Leiter der Kinderklinik am Gemeinschaftskrankenhaus. "Eltern sind mit der Versorgung ihres kranken oder zu früh geborenen Kindes sehr gefordert. Hier setzt die sozialmedizinische Nachsorge an. Sie unterstützt und berät Familien in regelmäßigen Hausbesuchen, sowohl in Bezug auf die medizinische Versorgung als auch zu Pflege und Ernährung des Kindes. Des Weiteren wird zu sozialrechtlichen Ansprüchen und Förderungen informiert", so Längler.

Nach den Standards von Bunter Kreis e.V.

Das Team, das nach den Standards des Bundesverbands Bunter Kreis e.V. arbeitet, unterstützt betroffene Familien nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Es bringt sie mit weiteren Leistungserbringern wie Fachärztinnen und Fachärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten in Absprache mit dem niedergelassenen Kinderarzt zusammen. Ebenso wird versucht, weitere geeignete Hilfen, individuell auf die Familiensituation zugeschnitten, in Kooperation mit der Familie einzubringen. Somit soll ein gutes Helfernetzwerk aufgebaut werden. "Wir arbeiten im interdisziplinären Team mit Kinderkrankenschwestern, Sozialpädagogen, Ärzten und Psychologen Hand in Hand. So werden die Ansprüche geklärt und Eltern in der aufwändigen Korrespondenz mit Trägern und Behörden unterstützt und beraten", erklärt Ulrike Jägermann vom sozialmedizinischen Nachsorgezentrum Dortmund. "Wir beraten Familien zu Ansprüchen und überlegen, wie könnte z.B. eine Familienpatin Entlastung bringen, die die Kinderbetreuung für ein paar Stunden in der Woche übernimmt, damit die Eltern mal 'Luft holen' können?"

Das Angebot des Bunten Kreises ist freiwillig. Wird ein Anspruch festgestellt, werden Eltern im Gemeinschaftskrankenhaus über diese Möglichkeit informiert. Die Kostenübernahme erfolgt auf Antrag und unter bestimmten Voraussetzungen dann über die Krankenkasse.

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