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Psychiatrie/Psychosomatik: Ausbau der Angebote an mehreren Standorten in Witten

Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke übernimmt die psychiatrische und psychosomatische Pflichtversorgung für das gesamte Wittener Stadtgebiet - dies steht seit 2019 fest. Neue Angebote vor Ort in Witten kommen dazu.

WITTEN/HERDECKE. Ein Thema, was dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH) seit mehr als fünf Jahrzehnten ein großes Anliegen ist, erhält aktuell in Witten die öffentliche Aufmerksamkeit, die es verdient: Die Rede ist von einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Versorgung von Menschen mit einer psychiatrischen oder psychosomatischen Erkrankung. „Dass diese wichtige gesellschaftliche Debatte nun für lokales Wahlkampfgetöse instrumentalisiert wird, halten wir jedoch für falsch“, erklärt Prof. Dr. Helge Müller, Leitender Arzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am GKH. Zumal die Landesregierung längst eine abgewogene Sachentscheidung getroffen hat.

Regionales Planungskonzept steht bereits fest

Das NRW-Gesundheitsministerium entschied bereits im Herbst 2019 nach einem intensiven Prüfungs- und Auswahlprozess durch Verwaltung und Politik, dass das GKH die psychiatrische Pflichtversorgung auf die gesamte Nachbarstadt Witten ausweiten soll (die übrigens in Teilen immer schon zum Versorgungsgebiet gehörte). Die damit verbundene Erweiterung bezieht sich aber keineswegs nur auf den Standort Herdecke – ein Missverständnis, mit dem Prof. Müller nun aufräumt: „Wir sind demnächst gleich mit mehreren Standorten in Witten vertreten. Bereits seit 20 Jahren existiert in Witten an der Pferdebachstraße eine psychiatrische Tagesklinik mit 21 Plätzen, die sehr stark nachgefragt ist“, so Müller. „Neu hinzu kommt ab Juli eine Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) in der Körnerstraße, in der wir unseren Patient*innen Behandlungsangebote machen, z.B. um stationäre Aufenthalte zu vermeiden, zu verkürzen oder ihnen eine gute Teilhabe am Leben zu ermöglichen.“ Im Zusammenhang mit der PIA wird es zudem ein Angebot für eine Stationsäquivalente Behandlung geben, also eine Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld der/des Patient*in, die durch mobile ärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams erbracht wird.

Neue psychosomatische Tagesklinik in zentraler Lage - Wittener City

Und das ist nicht alles: Neben der psychiatrischen Tagesklinik wird das GKH in der Wittener Innenstadt noch in diesem Jahr eine zusätzliche psychosomatische Tagesklinik mit 14 Plätzen neu eröffnen. „Es zeigt sich immer deutlicher, dass auch körperliche Beschwerden durch Stress und psychische Belastung mitbedingt oder in ihrem Verlauf verschlimmert werden. Die Nachfrage nach ambulanter psychosomatischer Behandlung steigt, und wir freuen uns daher umso mehr, den Wittener Bürger*innen dieses zusätzliche Angebot machen zu können“, sagt PD Dr. Gabriele Lutz, Leitende Ärztin der Abteilung für Psychosomatik am GKH.

Und wie sieht es aus mit der Erweiterung der Psychiatrie am Standort Herdecke, wann sind die Bauarbeiten abgeschlossen? „Hier ist die Eröffnung für die erste Julihälfte geplant“, so Prof. Müller. Wie in der NRW-Krankenhausplanung festgelegt, erweitert das GKH die Zahl der Betten in der Erwachsenenpsychiatrie von 70 auf 110 – und hat dabei die verschiedenen Patientengruppen fest im Blick. „Wir wissen, dass bei den Wittener Bürger*innen zuletzt gezielt, aber völlig unberechtigt Sorgen um ausreichende Angebote für ältere Patient*innen geschürt wurden.“ Tatsache ist, dass die neue Psychiatrie nicht nur in Bezug auf die räumliche Ausstattung speziell auf die Bedürfnisse Älterer zugeschnitten ist. Auch hat das GKH die erforderlichen personellen und medizinischen Ressourcen, um der wachsenden Anzahl gerontopsychiatrischer und –psychosomatischer Patient*innen in allen Belangen gerecht zu werden – ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. So verfügt nicht nur der Leitende Psychiater Prof. Müller über eine spezielle Zusatzqualifikation „Geriatrie“, sondern auch der Leitende Neurologe und weitere Ärzt*innen – im Klinikalltag zeichnet sich dies durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit auf höchstem Niveau aus. „Auch von unserer Zugehörigkeit zur Universität Witten/Herdecke, am GKH durch zwei Lehrstühle für Integrative Psychiatrie und Kinder-und Jugendpsychiatrie vertreten, profitieren unsere Patient*innen unmittelbar, weil wir so die Möglichkeit haben, aktuelle Forschungsergebnisse schnell und sinnvoll in unsere Arbeit zu integrieren. Damit können wir eine psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung aller Altersgruppen auf höchstem Niveau anbieten“, so Prof. Helge Müller.

 

 

 

 

 

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