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Mehr Personal in Krankenhäusern

Sinnvolle Forderung, aber Gegenfinanzierung muss sichergestellt werden

"Mehr Personal in Krankenhäusern": Diese zentrale Forderung der Gewerkschaft Verdi, für die die Arbeitnehmervertreter mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl derzeit kräftig werben, unterstützt auch die Unternehmensleitung des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke (GKH). "Auch wir wünschen uns eine klügere, sinnvollere Krankenhausfinanzierung, auch wir unterstützen den Ruf nach Verbesserungen der personellen Ausstattung", so GKH-Geschäftsführer Christian Klodwig.

Gleichzeitig erwartet die Unternehmensleitung von den Verhandlungspartnern aus Politik und Gewerkschaften, dass bei der Schaffung neuer gesetzlicher Vorgaben auch an die entsprechende, ausreichende Gegenfinanzierung gedacht wird. Denn ohne eine Gegenfinanzierung durch Bund und Länder oder die Krankenkassen würden viele Krankenhäuser, darunter auch das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, erneut in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. "Wir hoffen, dass sich die Verhandlungspartner nicht auf einen Deal einlassen, bei dem nur A gesagt wird, nicht aber B, nämlich wie eine Finanzierung und die praktische Umsetzung bei gleichzeitigem Fachkräftemangel aussehen können", sagt Christian Klodwig.

"Das gesellschaftliche Bewusstsein schärfen"

Zudem wirbt die Unternehmensleitung bei den Gewerkschaftsvertretern dafür, die Öffentlichkeit auch über mögliche Konsequenzen neuer Gesetzesvorgaben zu informieren: Wo soll das Geld für die Mehrausgaben im Krankenhauswesen herkommen? Neben einer Umfinanzierung der Haushalte von Bund und Ländern oder einer Finanzierung aus zusätzlichen Steuermitteln könnten auch steigende Krankenkassenbeiträge die Folge sein. "Es müsste gelingen, das gesellschaftliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass eine bessere Personalausstattung der Krankenhäuser nur möglich ist, wenn Politik und Bürger bereit sind, die dazu erforderlichen Anpassungen und Konsequenzen zu schultern", so Prof. Alfred Längler, Ärztlicher Direktor des GKH.

Für die Unternehmensleitung hingegen nicht vorstellbar ist es, hilfesuchende Patientinnen und Patienten aufgrund bindender Personalquoten abweisen zu müssen. Ein Zustand, wie er andernorts schon heute in der Geburtshilfe zu beobachten ist. "Hier muss die Politik zu Ende denken, an Patienten- wie an Mitarbeiterinteressen gleichermaßen", sagt Jasmin Shmalia, GKH-Pflegedirektorin. 

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