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GKH erhält neues Trainingsauto für Querschnitt-Patient*innen

Den Transfer vom Rollstuhl ins Auto zu üben - das geht am besten unter realistischen Bedingungen. Am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke wird jetzt an einem umgebauten VW Caddy trainiert. Die Therapeut*innen freuen sich über die neuen Möglichkeiten für ihre Patient*innen.

Einweisung für das Team der Therapeut*innen: Jochen Ries von der Firma Sodermanns erklärt die Besonderheiten des umgerüsteten VW Caddys. Die Patient*innen der Abteilung für Rückenmarkverletzte trainieren an dem Fahrzeug, unter anderem den Transfer von Rollstuhl auf den Fahrersitz.

Firma Sodermanns stellt umgebauten Caddy zur Verfügung / Praxis für Rollifahrer*innen

HERDECKE. Für Menschen, die nach einem Unfall oder Schlaganfall plötzlich auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist nicht nur das alte Leben mit all seinen Gewohnheiten, Möglichkeiten und Selbstverständlichkeiten von heute auf morgen vorbei. Betroffene müssen lernen, gemeinsam mit ihrem Umfeld und der Familie einen neuen Alltag zu gestalten. Einen Alltag, den sie auch mit Rollstuhl so eigenständig wie möglich bewältigen können. In der Abteilung für Rückenmarkverletzte am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke bekommen sie dabei umfassende ärztliche und therapeutische Hilfe.

Umgebauter VW Caddy dient dem Transfertraining

Jetzt hat das Krankenhaus von der Firma Sodermanns ein neues Trainingsauto zur Verfügung gestellt bekommen. Der aufwändig umgebaute VW Caddy soll den Patient*innen zeigen, dass selbständiges Autofahren mit der richtigen Ausrüstung möglich ist. Am Fahrzeug können sie üben, angeleitet von den Therapeut*innen des Gemeinschaftskrankenhauses. Physiotherapeutin Annette Grave freut sich über das moderne Trainingsauto: "Für unsere Patientinnen und Patienten ist es eine große Hilfe. Der Bedarf ist da." Auch Familien mit Kindern, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, könnten den Transfer vom Rollstuhl ins Auto mithilfe des Caddy trainieren, so Grave weiter.

Überhaupt, der sichere Transfer vom Rollstuhl in das Auto ist wohl das wichtigste Trainingsziel. Um diesen Transfer zu vereinfachen, ist im Übungscaddy ein klappbares Rutschbrett an der B-Säule fest montiert. Diese Hilfe schließt die Lücke zwischen Rollstuhl und Fahrersitz. Darüber hinaus ist das Trainingsauto mit diversen Umbauten wie einem Rollstuhl-Verladesystem, einer klappbaren Rampe im Heck und einem per Knopfdruck drehbaren Beifahrersitz versehen.

Mut und Zuversicht durch individuell umgerüstetes Fahrzeug

Für Jochen Rieß von der Firma Sodermanns, der die Einweisung des Therapeuten-Teams übernommen hat, kommt dem Übungsfahrzeug eine besondere Bedeutung zu. Wer frühzeitig, also noch in der Klinik, feststelle, dass das selbstständige Autofahren möglich ist, der schöpfe neue Hoffnung und Mut, sagt Rieß. Die Firma Sodermanns mit Sitz in Wassenberg bietet den individuellen Umbau von Fahrzeugen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen an. Mehr Infos unter www.reha-mobilitaetszentrum-nrw.de.

Mit dem Auto können die Patient*innen übrigens nicht fahren, es dient nur dem Transfertraining vor Ort.

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