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„Babyfreundlich“ – Was bedeutet das eigentlich?

SPD-Politiker wollen mehr über Projekt am Gemeinschaftskrankenhaus erfahren

Was bedeutet es für Neugeborene, für Eltern und das medizinische Personal, wenn sowohl die Geburtsstation als auch die Kinderklinik eines Krankenhauses „babyfreundlich“ sind? Wie profitieren die Kinder, die Mütter? Welchen Herausforderungen stellen sich Ärzte und Pflegepersonal jeden Tag, damit ihre Arbeit den anspruchsvollen Anforderungen der WHO/UNICEF-Initiative entspricht? 

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen,  haben der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack und Dr. Nadja Büteführ, SPD-Landtagskandidatin für Witten und Herdecke, jetzt das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH) besucht. Denn: Das GKH ist eines von nur fünf Krankenhäusern deutschlandweit, das von der WHO/UNICEF-Initiative gleich doppelt „babyfreundlich“ zertifiziert ist. Dr. Anette Voigt, Leitende Ärztin der Frauenklinik, und Prof. Dr. Alfred Längler, Leitender Arzt der Kinderklinik, erklärten den Gästen, mit welchem Aufwand das GKH alles dafür tut, um eine sichere Bindung zwischen frisch entbundener Mutter und Neugeborenem zu ermöglichen: Intensiver Hautkontakt unmittelbar nach der Entbindung gehört zum Beispiel dazu, und zwar nicht nur bei gesunden, reifgeborenen Babys. Auch kranke Neugeborene oder Frühgeborene sollen direkt nach ihrer Geburt  und noch im Kreißsaal mit ihrer Mutter „bonden“ dürfen, anstatt unmittelbar auf die Intensivstation verlegt zu werden. Die GKH-Ärzte erläuterten, welcher ungemeiner Aufwand hinter diesem auf den ersten Blick selbstverständlichen, intensiven Kontakt steht, wenn die Babys zum Beispiel krank sind oder es sich um Frühgeborene handelt, die eine Atemunterstützung benötigen. Denn dann muss ein Team an Kinderärzten und Kinderkrankenschwestern dieses erste, mehrere Stunden dauernde „Bonden“ begleiten. 

„Ich möchte wissen, was in meinem Wahlkreis los ist“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Kapschack beim GKH-Besuch. Dr. Voigt und Prof. Dr. Längler sprachen daher mit dem SPD-Politiker auch über Probleme und falsche Anreize im Gesundheitssystem. So veranschaulichten die Ärzte, wie das GKH grundsätzlich alles daran setzt, damit ein ungeborenes Kind im Falle einer drohenden Frühgeburt noch möglichst lang im Bauch seiner Mutter wachsen und reifen kann, auch wenn das sich aus wirtschaftlicher Sicht für das Krankenhaus „nicht lohnt“. „Wer eine extreme Frühgeburt verhindert, wird quasi bestraft“, fasst Kapschack zusammen. „Das müssen wir ändern.

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