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Aktiv sein und Ruhe finden

Therapeutischer Garten Avalon – ein Wohlfühlort für Patienten und Herdecke

„Das ist das erste Mal, dass ich etwas mit meinen eigenen Händen mache, sonst daddel ich nur am Computer rum“ - bemerkt ein junger Patient aus der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin und drückt eine Pflanze im Therapeutischen Garten Avalon beim Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke fest. Genau das ist das Ziel bei der therapeutischen Arbeit im Garten: die Patienten sind aktiv, sehen direkt, was sie schaffen und sind eng verbunden mit dem, was sie tun. Das tut gut und schafft einen Abstand zum Krankenhaus.

Für die Kinder aus der Kinderkrankenstation gibt es verschiedene Spielmöglichkeiten. Auf dem Trampolin und der Schaukel können sie toben oder auf dem Balancierbalken ihr Gleichgewicht testen. Und die vielen Beerensträucher und Obstbäume laden zum spontanen Naschen ein. Wobei Birgit Kleinrath, eine Waldorflehrerin mit gartentherapeutischer Weiterbildung, hier teilweise eine gewisse Entfremdung beobachtet: „Manche Kinder haben Angst, Obst und Gemüse direkt aus dem Garten zu essen.“ Auf große Begeisterung bei den jungen Patienten stoßen die arbeitsintensiven Projekte für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. Über mehrere Tage wird unter kompetenter Anleitung gewerkelt. So entstanden – teilweise über mehrere Jahre – ein Lehmbackofen oder ein Tipi mit selbstgearbeiteten Holzstangen. Die selbstgebackenen Pizzen aus dem Lehmofen kommen bei allen hervorragend an.

Der Garten steht aber allen Patienten und auch den Mitarbeitern des Gemeinschaftskrankenhauses offen. Denn die Patienten aus der psychiatrischen Station oder der psychosomatischen Abteilung verbringen teilweise viele Wochen im Gemeinschaftskrankenhaus und erhalten die Gartenarbeit als ergänzende Therapie von ihrem Arzt verordnet. Birgit Kleinrath leitet die Patienten an: „Die meisten haben noch nie gegärtnert und erfahren zum ersten Mal diese wohltuende Auseinandersetzung mit der Natur.“ Patienten mit psychischer Erkrankung sind im Durchschnitt rund vier bis sechs Wochen in der Klinik. Über einen Zeitraum von drei Wochen arbeiten viele von ihnen jeden Tag eine Stunde im Garten „Anfangs war der Garten Tag und Nacht offen. Wegen Vandalismus mussten wir leider abschließen“, erklärt Birgit Kleinrath. Jetzt ist er für alle montags, dienstags und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet und an Montagen und Freitagen noch zusätzlich nachmittags von 14 bis 17 Uhr. Lediglich zwischen dem 2. Advent und dem Saisonstart im Februar ist die grüne Oase geschlossen. 

Eröffnung des rund 2.000 qm großen Gartens war im Mai 2002. Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es drei Jahre. Initiator und Betreiber des Therapeutischen Gartens ist der Sterntaler e.V., ein gemeinnütziger Verein zur Förderung erweiterter Therapieformen für krebskranke, chronisch erkrankte und frühgeborene Kinder. Der Verein ist aus einer Initiative betroffener Eltern am Gemeinschaftskrankenhaus hervorgegangen und arbeitet eng mit den Mitarbeitern der dortigen Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin zusammen.
Das Betreiben eines solchen Gartens verursacht auch Kosten. Deshalb ist der Sterntaler e.V. stetig bemüht, Menschen von der Idee des Therapeutischen Gartens zu überzeugen. Ohne die zahlreichen Geld-, Sach- und Pflanzenspenden  und die tatkräftige Unterstützung von Firmengruppen, Vereinen und Einzelpersonen ist der Garten nicht zu unterhalten. „Besonders dankbar bin ich, dass seit 12 Jahren eine Helferin regelmäßig ehrenamtlich im Garten mitwirkt. Sie entlastet mich sehr, wenn ich mich um die Patienten kümmere“ erzählt Birgit Kleinrath.

Wer die therapeutische Arbeit im Garten Avalon unterstützen möchte, kann sich an Frau Christa Marohn, Geschäftsführerin des Sterntaler e.V., unter der Telefonnummer (02330) 62-3809 oder per Mail an info(at)sterntaler-ev.de wenden.

Unternehmenskommunikation 
Alexandra Schürmann

Montag bis Freitag 9 bis 12.45 Uhr  
Telefon (02330) 62-3670 
Telefax (02330) 62-4066
E-Mail an die Abteilung

Julia Chafik, Unternehmenskommunikation

Unternehmenskommunikation 
Julia Chafik (momentan in Elternzeit)

Mo bis Do 9-14 Uhr 
Telefon (02330) 62-3963 
Telefax (02330) 62-4066
E-Mail an die Abteilung