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Pädagogik am Gemeinschaftskrankenhaus - das Konzept der Ita-Wegman-Schule

Die Arbeit der Schule orientiert sich an der Waldorfpädagogik

Der Ansatz der Waldorfpädagogik will in besonderem Maße das gesunde Ineinandergreifen geistiger, seelischer und leiblicher Entwicklungsanstöße für unsere Schüler berücksichtigen.
 Lehrinhalte und Methoden sind aber nicht nur dem Waldorflehrplan entnommen. Viele Schüler kommen aus Regelschulen und werden nach den für sie geltenden Anforderungen unterrichtet. Aus diesem Grund setzt sich das Kollegium aus Lehrer/innen zusammen, die für den Unterricht an verschiedenen Schultypen qualifiziert sind. 

Anregungen für eine besondere Gestaltung des Unterrichts ergeben sich immer wieder aus der Zusammenarbeit mit den Pädagogen und Therapeuten der Fachabteilungen im Hause, insbesondere der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin, der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinder- und Jugendpsychosomatik.

Ärzte, Therapeuten, Stationsmitarbeiter und Lehrer/innen bemühen sich aus einem multiprofessionellen Ansatz heraus, jeden einzelnen Patienten verstehen zu lernen und daraus zu gemeinsamen Handlungsrichtlinien zu kommen.

Unterricht

Es wird Fachunterricht in Deutsch, Geschichte, Philosophie, Englisch, Französisch, Latein und Sport sowie Mathematik und Physik erteilt. Im Grundschulbereich wird ein gegliederter Hauptunterricht in Epochenform, wie er aus Waldorfschulen bekannt ist. In den höheren Klassen wird der waldorfpädagogische Ansatz weniger in der äußeren Unterrichtsform als vielmehr in der Art und Weise deutlich, wie aus dem Verständnis der einzelnen Schülerpersönlichkeit nach Unterrichtsinhalten gesucht wird, die als individuell entwicklungsfördernd erachtet werden. 



Den unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Schüler wird durch eine personenzentrierte Ausrichtung des Unterrichts Rechnung getragen. Daher bieten wir vielfältige Formen des Lernens an. So gibt es Gruppenunterricht (drei bis sieben Schüler) in Epochenform. Dies bedeutet, dass in drei bis vier Wochen ein Thema oder ein bestimmtes Motiv erarbeitet wird. In anderen Gruppen steht auf die Jahrgangsstufe eines Schultyps zugeschnittener Fachunterricht im Vordergrund. Außerdem bieten wir Fördermöglichkeiten an, z. B. durch Einzelunterricht oder das Wiederholen wichtiger Grundlagen in einem oder mehreren Fächern. Für durch Krankheit körperlich beeinträchtigte Schüler findet Einzelunterricht am Bett statt.

Manche unserer Schüler haben sich vorgenommen, das Lernen selbst systematischer zu lernen. Die Förderung von Konzentration und Ausdauer, der Aufbau selbständigen Arbeitens und das Üben im sozialen Zusammenhang sollen dieses Ziel verwirklichen helfen.

Zusammenarbeit mit den Heimatschulen

Kurz nach Aufnahme eines Schülers in unsere Schule nehmen wir Kontakt mit den Heimatschulen auf, um wichtige Informationen über geplante Unterrichtsinhalte oder schulische Perspektiven des Schülers zu erhalten. Dieser kollegiale Austausch wird bei Bedarf während des gesamten Klinikaufenthaltes fortgesetzt. In Einzelfällen ist es möglich, dass Schüler die Klassenarbeiten ihrer Heimatklassen im Unterricht der Ita-Wegman-Schule schreiben. Der Austausch ermöglicht den Heimatschulen, die Frage der Versetzung oder das Problem eines bevorstehenden Abschlusses zu klären.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Nach der Aufnahme der Schüler in die Ita-Wegman-Schule haben die Eltern die Möglichkeit, sich über schulische Fragen mit dem Bezugslehrer und weiteren Fachlehrern auszutauschen. In der Regel wird das Gespräch am "runden Tisch" bevorzugt, da in diesem Rahmen ein vielseitiger und verbindlicher Austausch vieler Beteiligter (z. B. Patient, Eltern, Heimatschule, Jugendamt, Therapeuten, pädagogische Stationsmitarbeiter, Ita-Wegman-Schule und andere) entstehen kann. Hier können die aktuelle Schulsituation, die weiteren Perspektiven nach der Entlassung oder ggf. Schritte zu einem notwendigen Schulwechsel besprochen werden.