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Interventionelle Radiologie / Angiographie

Heute wird bei der Diagnostik oft gleichzeitig auch behandelt.


Inzwischen wird die Radiologie oft nicht mehr nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch eingesetzt.

Der leitende Arzt Dr. Alexander Ranft bespricht mit einer Patientin, was er bei der Angiographie herausgefunden hat.
Die Angiographie zeigt, ob das Blut in den Arterien und Venen ungehindert fließen kann. Vor allem an Abzweigungen bilden sich häufig Ablagerungen, die die Durchblutung beeinträchtigen können.

So können zum Beispiel unter Röntgenkontrolle diverse minimal-invasive Eingriffe vorgenommen werden:

  • Für die Therapie an Blutgefäßen steht uns ein modernes Angiographie-Gerät zur Verfügung. Damit können zum Beispiel Engstellen in großen Bein-Arterien, die die "Schaufensterkrankheit" (Claudicatio intermittens) verursachen, oder in den Halsschlagadern aufgedehnt werden. Dabei arbeiten wir eng mit der Abteilung für Neurologie zusammen. Es ist das gleiche Verfahren, mit dem auch bei einer koronaren Herzkrankheit oder bei einem Herzinfarkt die Herzkranzgefäße bei einem Katheter-Eingriff geweitet werden. Mittels eines Ballon-Katheters werden die Ablagerungen an die Wand der Arterie gedrückt und das Blutgefäß mit einem Stent stabilisiert.
  • Auch besteht die Möglichkeit, Blutgefäße gezielt zu verschließen. Das ist zum Beispiel bei der Behandlung von Myomen bedeutsam. Werden diese gutartigen Muskelknoten in der Gebärmutter von der Blut- und damit von der Nährstoffzufuhr abgeschnitten, bilden sie sich langsam zurück. Bei einer solchen Myom-Embolisation arbeiten wir eng mit der Abteilung für Gynäkologie zusammen.
  • Dieses Verfahren kann auch zum Einsatz kommen, wenn akute Blutungen gestoppt, oder wenn Venen therapeutisch verschlossen werden müssen.
  • Auf diese Weise können auch bestimmte Tumore, zum Beispiel Leber-Metastasen, "ausgehungert" werden (Radiofrequenzablation). Dabei arbeiten wir eng mit der Abteilung für Integrative Onkologie zusammen.
  • Im Rahmen der Schmerztherapie bieten wir die Möglichkeit einer Facetten- oder Zöliakusblockade sowie Sympathikolyse und andere Verfahren an. Hierbei arbeiten wir eng mit den Abteilungen für Neurologie und Schmerzmedizin zusammen.