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Das Therapiekonzept an unserer Fachabteilung für Psychosomatik

Gesundheit und Krankheit verstehen wir als Prozesse vor dem Hintergrund und im Zusammenhang mit der biografischen Entwicklung


Unser Behandlungskonzept ist resilienzfördernd und ressourcenorientiert ausgerichtet. Grundlagen sind psychodynamische und systemische Sichtweisen sowie das anthroposophische Menschenbild. Psychische und psychosomatische Beschwerden und Symptome können Ausdruck oder Teil von "Lösungsversuchen" für innere und äußere Belastungen oder biografische Krisen sein. Die Bedeutung der Erkrankung und die hinter der Symptomatik stehende Dynamik gemeinsam mit dem Patienten zu verstehen, ist ein wichtiger Teil unserer therapeutischen Arbeit und erschließt neue Möglichkeiten und Freiräume für Veränderung.

Maltherapie mit Pastellkreiden – eine Begegnung mit der Farbe, die neue Erlebnisdimensionen erschließt. 

Unser multiprofessionelles Behandlungsteam begleitet den Patienten auf seinem individuellen Entwicklungsweg und unterstützt ihn darin, die eigenen Heilungskräfte und Fähigkeiten (Ressourcen) zu stärken und zu entwickeln. Dies geschieht auf vielfältige Weise und bezieht alle Sinne ein. Der rhythmisch gestaltete Tagesablauf der Station mit Aktivitäts- und Ruhezeiten, der bewusste Umgang mit Wärme und Kälte und der Verzicht auf moderne Medien (TV, Computer, Tablet) gehören ebenso dazu wie

Für jeden Patienten wird ein individueller Therapieplan erstellt. Wenn es sinnvoll erscheint, werden auch Angehörige und Partner in die Gespräche einbezogen. Bei Bedarf erfolgen Beratungen durch den Sozialdienst.

Behandlungsschwerpunkt Traumatherapie

Bei unserer Behandlung berücksichtigen wir, dass nach neueren Erkenntnissen viele seelische und psychosomatische Erkrankungen im Zusammenhang mit seelischen Verletzungen (Psychotraumata) auftreten. Ein traumaadaptiertes Vorgehen bildet daher einen wichtigen Schwerpunkt. Dabei orientieren wir uns am Konzept der Psychodynamisch-Imaginativen Traumatherapie PITT nach Prof. Dr. Luise Reddemann. Eine wichtige Rolle spielen Achtsamkeit, der selbstfürsorgliche Umgang mit dem Körper und belastenden Gefühlen sowie die Regulierung von Aufmerksamkeit, Nähe und Distanz. Bei Bedarf setzen wir auch EMDR ein.

Ärztliche Weiterbildung
Die Abteilung ist als ärztliche Ausbildungsstätte anerkannt. Der Leitende Arzt ist in vollem Umfang (für drei Jahre) für das Gebiet "Psychosomatische Medizin und Psychotherapie" und den Erwerb der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" weiterbildungsermächtigt. Die ärztliche Fort- und Weiterbildung erfolgt in Zusammenhang mit der Westfälischen Arbeitsgemeinschaft für Psychosomatik, Psychotherapie und Psychoanalyse WAPP e.V.

Supervision
Wir bieten die Möglichkeit zu Einzel- und Gruppensupervision (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Traumatherapie, PITT, EMDR).

Traumatherapeutische Fortbildung
In Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Institut für Psychotraumatologie (WIPT) werden zertifizierte Fortbildungen zum "Fachberater für Psychotraumatologie" (DIPT) für Menschen in beratender Tätigkeit und zum Erwerb der Qualifikation "Spezielle Psychotraumatherapie" (DeGPT) für PsychotherapeutInnen angeboten.