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Gliome

Der größte Teil der Hirntumore geht von den Gliazellen des Gehirns aus. Diese Zellen unterstützen die Nervenzellen in ihrer Funktion. Es gibt verschiedene Arten von Gliazellen, die jeweils unterschiedliche Arten von Hirntumoren auslösen können.

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Operationen am Gehirn sind hochkomplizierte Eingriffe – die Neurochirurgen am Gemeinschaftskrankenhaus sind für ihre Expertise weithin bekannt und anerkannt.

Die häufigsten Hirntumore sind Astrozytome, die wiederum in Untergruppen gegliedert werden. Die Zuordnung eines Tumors erfolgt nach der neuropathologischen Untersuchung der Tumorzellen.

  • Grad I: Pilozytische Astrozytome treten vorwiegend bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Diese Tumore sind heilbar, wenn der Tumor komplett entfernt werden kann. Am häufigsten kommen diese Tumor im Kleinhirn vor.
  • Grad II: Niedergradige Astrozytome machen einen geringen Anteil der Astrozytome aus. Bei ihnen besteht die beste Prognose, die noch weiter verbessert werden kann, wenn der Tumor komplett entfernt werden kann.
  • Grad III: Anaplastische Astrozytome: auch hier wird die vollständige Entfernung der Tumoranteile angestrebt. Die Weiterbehandlung erfolgt meistens durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung.
  • Grad IV: Glioblastome entwickeln sich entweder aus anaplastischen Astrozytomen oder entstehen vollkommen neu. Sie zeigen ein schnelles und aggressives Wachstum und machen 50-60 Prozent aller Astrozytome aus. Die Entfernung der nachgewiesenen Tumoranteile erhöht die Wirksamkeit der anschließenden Bestrahlung und Chemotherapie.

Eine weitere Gruppe glialer Tumoren sind die Oligodendrogliome. Ein häufiges erstes Symptom für diese Tumorart ist ein epileptischer Anfall, der bei bis zu 50-80 Prozent der Patienten auftritt. Auch bei dieser Tumorgruppe werden die besten Ergebnisse durch eine möglichst weitgehende Entfernung des Tumors erreicht. Je nach Untergruppe, die durch die neuropathologische Untersuchung festgestellt wird, ist eine chemo- und strahlentherapeutische Nachbehandlung sinnvoll.